Das AirGrid kann als räumlicher Bezugsrahmen dienen. Es ordnet, wo eine Massnahme flächen- wie volumenorientiert stattfindet und auf welcher Datengrundlage ihre Wirkung berechnet wird. Weil sich die Atmosphäre global mischt, ist die Klimawirkung einer dauerhaften CO₂-Entnahme nicht auf den Ort der Massnahme beschränkt.
Die Erdoberfläche beträgt rund 510 Billionen m². Bei 100 m² pro AirCol ergeben sich ca. 5,1 Billionen AirCols. Das AirGrid macht Beiträge zur Atmosphäre sichtbar und zuordenbar. Wichtig: Es geht dabei nicht darum, Wirkungen lokal zu begrenzen, denn CO₂ verteilt sich global. Das Raster dient der Zurechenbarkeit von Verantwortung und Leistung, nicht der Abgrenzung lokaler Effekte.
| Sektor | Massnahme | CO₂-Aufnahme pro AirCol (kg/Jahr) | Umgerechnet auf ha (10’000 m²) t CO₂/ha/J | Charakter |
|---|---|---|---|---|
| Landwirtschaft | Humusaufbau | 20 bis 80 | 2 - 8 | Bodenbelebung, Wasserhalt |
| Forstwirtschaft | Dauerwald, Holzbau | 40 bis 120 | 4 - 12 | langfristiger Speicher |
| Moore, Feuchtland, | Renaturierung | 50 bis 200 | 5 - 20 | höchster natürlicher Schutzfaktor |
| Maritim (Blau) | Mangroven, Seegras | 100 bis 300 | 10 - 30 | Kühlung, Küstenschutz |
| Technik (Pyrolyse) | Pflanzenkohle | Abhängig von Biomasse Zufuhr | dauerhafte geologische Fixierung |
Die effektiv erreichbaren Werte hängen von den Standort- und Jahresbedingungen ab und sind nur Orientierungswerte.