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Die Atmosphäre ist das empfindlichste und zugleich wichtigste Regulierungssystem unseres Planeten. Sie bestimmt über die Treibhausgase das Strahlungsgleichgewicht der Erde und schafft die Bedingungen für ein stabiles Klima. Als Lufthülle umgibt sie alles Leben bis in den Zellbereich. Dennoch wird sie im öffentlichen Diskurs meist nur über abstrakte Kennzahlen wie CO₂-Konzentrationen in ppm (parts-per-million) beschrieben – Grössen, die wissenschaftlich präzise sind, für viele Menschen jedoch schwer greifbar bleiben.

Prozesshaus Erde – Ein physikalisch-ökonomischer Blick auf unsere gemeinsame Atmosphäre

OurAtmosphere verfolgt das Ziel, die Atmosphäre räumlich, physikalisch und massenmässig darzustellen, weniger über komplexe Gasgesetze, mehr über dynamische Gewichtsbetrachtungen der Treibhausgase. Ziel dieser Webseite ist es, anschauliche Bezugsgrössen und Denkmodelle zu entwickeln, die naturwissenschaftliche Zusammenhänge mit wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Handeln verbinden.
Im Zentrum steht die Vorstellung der Erde als «Prozesshaus» – ein vernetztes System aus Energieflüssen, Stoffkreisläufen und regelnden Einflussgrössen. Die steigende Konzentration von Kohlenstoffdioxid und anderen Treibhausgasen hat dieses Gleichgewicht messbar verschoben und führt zu einem wachsenden Energiestau im Klimasystem.
Dazu gehören insbesondere drei Modelle von Bezugsgrössen:
AirCol
Luftsäule über einer quadratischen Grundfläche von 100 m². Sie wiegt rund 1'000 Tonnen und enthält etwa 640 kg CO₂.
AirHus - der «hausgrosse» gewichtsidentische Wasserwürfel.
Die vorgenannte Luftmasse bis zum Weltall wiegt so viel wie ein 10 × 10 × 10 Meter grosser Würfel voll Wasser– eine anschauliche Einheit für die stoffliche Dimension der Atmosphäre.
AirGrid – die geocodierte Struktur der Atmosphäre.
Durch die Rasterung der Erdoberfläche in AirCol-Einheiten entsteht ein globales AirGrid, das atmosphärische Prozesse räumlich transparent darstellbar macht und theoretisch eine Zuordnung von Emissionen, Senken und Restaurationsleistungen ermöglicht. Die Menschheit emittiert etwa 40 Billionen Kilogramm CO₂ (40 Gt) pro Jahr in global 5.1 Billionen AirCol der Erde, was mit 40/5.1 = 7.8 Kg pro AirCol den Brückenschlag von globaler zu lokaler Emissionsbetrachtung mit dieser dezimalorientierten Bezugsgrösse erleichtert.
Diese geometrischen Betrachtungsweisen helfen, Masse, Energie und Kohlenstoffflüsse der Atmosphäre besser zu verstehen. Die Dezimallogik erleichtert das einfache Berechnen über Potenzen.
Die Atmosphäre ist eine wägbare Masse mit einem messbaren Zustand. Die Zusammensetzung der Lufthülle hat sich seit der Industrialisierung bei den klimabestimmenden Treibhausgasen stark verschoben. Es sollte gesamtgesellschaftliches Ziel sein, den naturgerechten Mix an Gaskomponenten mit grossem, aber endlichem Aufwand wieder herzustellen. Eine schwierige, aber lebenswerte und notwendige Aufgabe! Dieses Ziel bedingt für das potentielle Erreichen die rasche Reduktion der Treibhausgasemissionen auf Netto-Null.

Die Atmosphäre ist gemeinsames Erbe und gemeinsame Aufgabe.

Dieses Konzept betrachtet das Klima als eine Bilanz, die sich physikalisch beschreiben und kaufmännisch führen lässt.
Aus dieser Sicht folgt die Klimaaufgabe drei Stufen in prioritärer Reihenfolge:
  • Reduktion der Emissionen als vorrangige Aufgabe durch Decarbonisierung von Prozessen.
  • Prävention gegen die bereits unvermeidbaren Folgen durch aktive Schadensvorsorge.
  • Restauration, als regenerative Rückführung von CO₂ und anderer Treibhausgase.
Damit wird Klimaschutz nicht nur als Vermeidungsaufgabe verstanden, sondern auch als Generationenvorhaben zur Stabilisierung und Wiederherstellung unserer gemeinsamen Atmosphäre.
Daraus entsteht der konzeptionelle Begriff der – eine Verbindung von Ökologie und Ökonomie, die natürliche Systeme und wirtschaftliches Handeln gemeinsam betrachtet.
Alle weiteren Eigenbegriffe sind in Koordination zur Klimawissenschaft gedacht, nicht als Widerspruch zu ihr.

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