Das Gleichgewicht dieses Systems beruht auf einem präzisen Funktionsausgleich zwischen einfallender Sonnenenergie und der Abstrahlung ins Weltall.
Durch die zusätzliche Anreicherung von Treibhausgasen, insbesondere CO₂, ist dieses Gleichgewicht stark gestört worden. Die Folge ist ein wachsender Energiestau im System Erde, der sich in steigenden Temperaturen, veränderten Strömungsmustern, Extremereignissen und langfristigen Veränderungen der Kryosphäre zeigt. Da die Einstrahlungsenergie vieltausendfach grösser ist als der Energieverbrauch der Menschen selbst, wirkt eine Veränderung der Rückstrahlungsbedingungen wie ein Hebel.
Die Atmosphäre funktioniert wie die Haut der organischen Erde mit ihrer einzigartigen Biodiversität. In ihr entscheidet sich, wie viel Wärme das System hält und wie empfindlich es auf Störungen reagiert. Das Verständnis dieser Prozesse ist nicht nur eine wissenschaftliche Aufgabe, sondern zunehmend auch eine Managementaufgabe der globalen Gesellschaft.
CO₂ hat eine Doppelrolle, es wirkt auf die Erdtemperatur und ist zugleich Baustein des Lebens.